RÜCKVERFOLGUNG VON NOCKENWELLEN

Aufgabenstellung:

Bei einem Automobilhersteller soll für die Motorenproduktion ein neues System zur Rückverfolgung von Nockenwellen installiert werden, da mit dem bisherigen System keine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit möglich war.

Realisierung:

Die Rückverfolgungslösung umfasst das Engineering über die Hard- und Software bis hin zur Integration in die Anlage und wurde auf Basis des Kamera-Codelesegeräts Hawkeye 1515 HD sowie mit dem PC-basierten Bildverarbeitungssystem DMx AutoID+ realisiert. Alle Kameras sind mit Ethernet verbunden und über einen zentralen PC einzeln konfigurierbar. Die Nockenwellen werden auf insgesamt sieben parallelen Fertigungslinien produziert.

Am Beginn einer Linie werden die Nockenwellen zunächst von einem Lasermarkierer mit einem Data-Matrix-Code mit einer fortlaufenden Nummer gekennzeichnet und sofort eingelesen, um zu prüfen, ob die Markierung vollständig und lesbar ist. Nicht korrekt markierte Teile werden automatisch ausgeschleust. Es folgen die einzelnen Bearbeitungsstationen mit den verschiedenen Bearbeitungsschritten, deren Daten an die Steuerung übermittelt werden. Nach jedem Bearbeitungsschritt wird der Code von insgesamt sieben Codelesegeräten pro Linie erneut eingelesen und an die Steuerung weitergeleitet, die so über die laufende Nummer des Werkstücks die Bearbeitungsschritte verfolgen kann. Falls z. B. der Code durch anhaftende Späne von der Bearbeitung nicht lesbar ist, wird das Teil automatisch ausgeschleust und einer manuellen Kontrolle unterzogen. Die fertig bearbeiteten Nockenwellen werden zuletzt in einer Messstation auf Maßhaltigkeit geprüft und die IO-Teile abschließend mit einem weiteren Data-Matrix-Code lasermarkiert und verifiziert.

Kundennutzen:

Die 100-%-Rückverfolgbarkeit wurde mit der neuen Anlage erreicht, jeder einzelne Produktionsschritt kann von der Steuerung verfolgt werden. Die Prüfzeiten durch die installierte Bildverarbeitung sind für die Taktzeit vernachlässigbar kurz.